Buchrezension: Google Analytics von Timo Aden
Es war längst überfällig und wurde mit Spannung erwartet: Mitte 2009 kam endlich ein deutschsprachiges Buch über Google Analytics auf den Markt und es ist bis heute die einzige fundierte Informationsquelle über das am weitesten verbreitete Webanalyse-Tool im deutschsprachigen Raum. Das Buch liegt auch schon seit gut einem halben Jahr auf meinem Schreibtisch, gelesen habe ich es sofort, bis zur Rezension hat es leider etwas gedauert. Das Thema “Web Analytics” ist jedoch aktueller denn je. Je mehr Unternehmen den Schritt in die Online-Welt vollziehen und je mehr Geld in Online-Marketing investiert wird, desto größer ist die Notwendigkeit, die eingesetzten Maßnahmen auch vernünftig zu kontrollieren. Gerade kleinere Kanzleien, die sehr genau auf ihr Budget achten müssen, müssen genau prüfen, was ihnen das investierte Geld bringt. Hier bietet Google Analytics eine relativ einfache und kostenlose (wenn auch nicht 100%ig rechtssichere) Möglichkeit.
Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf der richtigen Implementierung von Google Analytics. Der Tracking-Code ist ja schnell eingebaut, dafür bedarf es keines Buches. Allerdings gibt es schier unendlich viele Fehlerquellen, aber auch unzählige weitergehende Möglichkeiten, wie man Google Analytics gezielt nutzen kann, und diese Informationen findet man im Web schlecht bis überhaupt nicht. Hier bildet das Buch eine wertvolle Hilfe. Die Arbeit mit Profilen wird ebenso erläutert wie E-Commerce-Tracking oder die Nachverfolgung von Kampagnen.
Dann folgt (logischerweise) eine Erläuterung der Analytics-Benutzeroberfläche und eine Erklärung der zahlreichen Berichtsmöglichkeiten.
Der Autor zeigt sehr viele Anwendungsbeispiele, aber auch viele kritische Punkte des Analytics-Systems auf. Zahlreiche Screenshots, Quelltext-Auszüge und Praxistipps helfen bei der direkten Umsetzung.
Was mir persönlich etwas zu kurz gekommen ist, ist die Frage nach der Bedeutung der Kennzahlen. Zwar gibt der Autor auch hier viele Hinweise, trotzdem bleibt am Ende etwas von dem Gefühl, die gewonnenen Daten nicht richtig einschätzen zu können. Allerdings kommt das natürlich auch mit zunehmender Erfahrung. Man gewinnt ein Gefühl für Daten und kann irgendwann sie besser deuten. Ein oder zwei weitere, allgemeine Bücher über Webanalyse helfen dem Einsteiger hier auch weiter.
Fazit: Wer sich neu mit Google Analytics beschäftigen soll/muss/will, findet kein besseres Buch als dieses hier. Zusammen mit einem allgemeinen Buch über Web Analyse ist man perfekt ausgestattet, um die Online-Maßnahmen endlich auch vernünftig kontrollieren zu können.







