Die 5 Hauptvorteile eines Anwaltsblogs
17.01.10
Auf vielen Anwaltswebsites kann man mittlerweile eingebaute Blogs finden. Doch welchen Nutzen bietet das?
Ein Blog ist eine Art elektronisches Tagebuch. In chronologischer Reihenfolge werden die Artikel abgelegt, so dass der jeweils aktuellste Beitrag oben steht. Jeder Artikel wird einer Kategorie zugeordnet und mit Schlagworten versehen. Das, was Sie gerade lesen, ist ebenfalls ein Blogbeitrag :-).
Natürlich bedarf die Pflege eines Blogs einer ganzen Menge an Arbeit. Lohnt sich das überhaupt? Welchen Sinn und Zweck hat das Führen eines Blogs im Anwaltsmarketing?
1. Blogs erhöhen die Suchmaschinentauglichkeit
Suchmaschinen lieben Blogs! Das hat mehrere Gründe. Zum einen bestehen Blogs zum größten Teil aus Text, der “Futter” für die Suchmaschinen-Robots darstellt. Zum anderen versorgt ein Blog Ihre Website regelmäßig mit neuem Content. Und eine Website, die regelmäßig aktualisiert und erweitert wird, gilt bei Suchmaschinen als besonders beachtenswert. Mit einem angegliederten Blog erhöhen Sie die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen, da jeder Artikel als eigene Unterseite gefunden wird. Der Traffic über die Suchmaschinen wird nach kurzer Zeit ansteigen und Sie erhalten zahlreiche neue Besucher.
2. Blogs als Instrument zur Mandantenbindung
Jeder Blog enthält einen so genannten RSS-Feed. Das ist eine Technologie, mit der Abonnenten Ihres Blogs automatisch benachrichtigt werden, wenn ein neuer Artikel erschienen ist. Den RSS-Feed können die Mandanten z.B. in einem speziellen Feedreader, oder aber auch in ihrem E-Mail-Programm abrufen. Auf diese Weise werden sie regelmäßig daran erinnert, die Website wieder einmal zu besuchen. Sie als Anwalt bleiben im Gedächtnis des (potenziellen) Mandanten, weil Sie regelmäßig mit neuem Content auf sich aufmerksam machen.
3. Blogs als Kontakt- und Kommunikationsinstrument
Sie können sich spielend leicht mit anderen Blogs vernetzen. Dies kann zum Beispiel durch gegenseitige Verlinkung in der so genannten “Blogroll” geschehen. Oder aber, indem Sie in anderen Blogs kommentieren bzw. zum Kommentieren in Ihrem Blog auffordern. So knüpfen Sie wertvolle Kontakte, sei es zu Kollegen, Mandanten, Unternehmen oder auch zur Presse. Sie treten in einen Dialog mit der Außenwelt, was Sie als offene und “erreichbare” Kanzlei präsentiert.
4. Mit Blogs die Expertenpositionierung stärken
Wenn Sie in Ihrem Blog regelmäßig fachlichen, aber laienverständlichen Content veröffentlichen, stärken Sie damit Ihre Expertenpositionierung. Was glauben Sie, wer wird eher als Experte wahrgenommen: der Anwalt, der eine 3-Seiten-Website mit ein paar hübschen Fotos online stellt, oder derjenige, der laufend über aktuelle Urteile und deren Bedeutung für den Klienten, rechtliche Fallen und aktuelle Entwicklungen berichtet und hilfreiche Rechtstipps bereitstellt? Wem würden denn Sie als Laie eher Vertrauen entgegen bringen? Mit einem geschickt eingesetzten Blog machen Sie sich in Ihrem Mandantenumfeld als DIE Experten für Ihr Thema bekannt.
5. Verknüpfung mit anderen Maßnahmen
Ein Blog sollte nicht für sich alleine dastehen, sondern mit anderen Maßnahmen verknüpft werden. Auf diese Weise lassen sich Synergieeffekte nutzen, so überstrapaziert dieser Begriff auch sein mag. Wenn Sie zum Beispiel einen neuen Blogpost veröffentlichen, können Sie den Content auch als MP3-Datei aufnehmen und als Podcast bereit stellen. Viele Menschen hören sich Inhalte lieber unterwegs über den MP3-Player an, als ihn am Bildschirm zu lesen. Sie können den Content des Blogs in Ihrem Newsletter anreissen und dann auf den Blog verweisen. Bei Twitter können Sie auf neue Blogposts aufmerksam machen und haben so immer wieder Anlässe für interessante Tweets.
Vielleicht haben Sie jetzt schon die eine oder andere Idee, wie sich ein Blog in Ihrer Kanzlei gewinnbringend einsetzen lässt. Ich möchte Sie ermutigen, tun Sie es einfach. Vorher sollten Sie jedoch die wichtigsten Fragen geklärt haben, damit Ihre Blogger-Karriere erfolgreich verläuft. Zu diesen Fragen gehören:
- Wer ist bei uns für das Bloggen zuständig?
- Wie viel Zeit können wir regelmäßig ins Bloggen investieren?
- Über welche Inhalte können wir schreiben? (Achtung: ein Blog ist keine Dauerwerbesendung!)
- Woran messen wir den Erfolg unseres Blogs? (z.B. Suchmaschinentraffic, Besucherzahlen, Linkzuwachs, Downloads etc.)





