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Spitzen Kanzleimarketing: Der Kanzleibus

21.08.09

Tolles Kanzleimarketing
Gelungenes Kanzleimarketing muss kreativ und auffallend sein. Das haben sich die Netphener Anwälte Daniel Nierenz und Ludger Felbecker zu Herzen genommen und ein geniales Marketinginstrument geschaffen: den Kanzleibus! Seit einigen Wochen fährt ein alter Polizeibus als Werbeträger durch das Siegerland und zieht die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich.

Sogar Radio Siegen hat bereits über die ungewöhnliche Marketing-Aktion berichtet.

Beitrag auf Radio Siegen (mp3, 3:09 min)

Ich habe mit dem Namensgeber der Kanzlei, Rechtsanwalt Daniel Nierenz gesprochen und ihn über sein Kanzleimarketing ausgefragt.

Interview mit Daniel Nierenz

Herr Nierenz, stellen Sie doch bitte sich und Ihre Kanzlei kurz vor.Rechtsanwalt Daniel Nierenz

Ich habe 1999 eine kleine Rechtsanwaltskanzlei in Netphen – Dreis-Tiefenbach gegründet. Mir war von Anfang an klar, dass sich selbst eine kleine Kanzlei zwar am Mandanten orientieren, aber genauso fachlich spezialisieren muss, um sich von der grauen Masse der Anwälte abzuheben und somit von den Mandanten als den “Kunden” eines Rechtsanwalts wahrgenommen zu werden. Seit 2002 bin ich ebenfalls Fachanwalt für Strafrecht. Bereits 2002 hatten wir soviel zu tun, dass Rechtsanwalt Felbecker bei uns einstieg und den zivilrechtlichen und dort vor allem den familien- und verkehrsrechtlichen Teil übernahm. In beiden Fachgebieten ist er ebenfalls Fachanwalt.

Anfang 2006 hat dann Rechtsanwalt Johannes Kaiser das sozial- und arbeitsrechtliche Dezernat übernommen. In beiden Bereichen strebt RA Kaiser die Fachanwaltsqualifikation an.

2007 eröffneten wir in Erndtebrück in Wittgenstein unsere erste Filiale, die von Rechtsanwalt Guido Zimmermann geleitet wird. Rechtsanwalt Zimmermann qualifiziert sich zum Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Wir verstehen uns als ein hochqualifizierter Dienstleister – ähnlich einer Polyklinikum im medizinischen Bereich.

Wie sind Sie auf die Idee mit dem Kanzleibus gekommen?

Der Mandant muss auf unser Dienstleistungsportfolio aufmerksam werden. Dies kann mit einer Reihe geeigneter und weniger geeigneter Werbemassnahmen erreicht werden. Gleichzeitig sollte er sich an unsere Dienstleistung positiv erinnern können und – ganz optimal – sogar mit Freunde und Bekannten darüber sprechen. Ein solches Marketinginstrument ist unglaublich schwer zu entwickeln. Ein befreundeter Kollegen aus Kreuzberg hat einen Mannschaftswagen der Berliner Polizei als Kanzleifahrzeug umgewidmet (www.kanzlei-wanne.de) und sein Erfolg inspirierte uns dazu, seinen Vorschlag auf unsere Gegebenheiten hier umzuändern.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Ihrem neuen Marketingwerkzeug gemacht?

Der Kanzleibus wurde von der Bevölkerung sehr gut wahrgenommen und auch als positiv angenommen. Nach erstem ungläubigem Staunen, ob dort nicht doch die Polizei steht, wurden wir begeistert angesprochen und kamen somit mit potentiellen Mandanten ins Gespräch. Insbesondere war die Frage, ob wir mit dem Blaulicht fahren dürften, immer wieder von Interesse. Auch haben schon Mandanten gesagt, dass sie konkret wegen des Kanzleibusses uns mandatiert hätten. Eine Kanzlei, die solche Ideen habe, müsse einfach gut sein und in jedem FAll auch kreativ. Das sehen wir auch so.

Was haben Sie für die nähere Zukunft geplant?

In Wittgenstein, wo unsere Erndtebrücker Filiale ist, wird Ende 2009 der gewaltige Wisent wieder angesiedelt. Dieses Projekt soll sowohl dem Naturschutzgedanken als auch den dortigen Tourismus fördern. Unsere Kanzlei hat das Fell eines viermonatigen Wisentkalbes erwerben können. Im Rahmen einer künstlerischen Gestaltung der Ederarkaden, in denen sich unsere Kanzlei befindet, soll diese Fell unter Glas öffentlich gezeigt werden und somit der Erndtebrücker Bevölkerung und vor allem den Schülern einen Einblick in diese Projekt gegeben werden. Diese Ausstellung soll zusammen mit dem Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein der Öffentlichkeit übergeben werden. Da diese Ausstellung in direktem Zusammenhang mit unserer Kanzlei steht, werden wir auch dort die Möglichkeit haben, uns der Öffentlichkeit über das durchschnittliche Maß hinaus zu präsentieren.

Welche Marketing-Instrumente setzen Sie sonst noch in Ihrer Kanzlei ein? Was unterscheidet Ihre Kanzlei von anderen?

In einer Marketingmassnahme muss der Mandant seinen eigenen konkreten Nutzen für sich selber sehen können. Er muss sich mit der Kanzlei identifizieren können, um eben gerne zu uns zu kommen und uns sein Vertrauen zu schenken. Vertrauen ist das einzige Kapital eines Rechtsanwalts. Dies müssen wir bei jedem Marketinginstrument berücksichtigen. Deswegen haben wir uns nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizieren lassen. Auch das schafft Vertrauen. Der Rest geht über eine vernünftige CI, einen entsprechend informativen HP-Auftritt und Werbeschreiben, die an die Zielgruppe versandt wird.

Giveaways sollte solche Massnahmen nur unterstützen, um einen Erinnerungseffekt zu behalten. Sie werden nicht einen potentiellen Mandanten in unsere Kanzlei bringen, sondern dienen dann nur der Imagepflege.

Selektiv übergebene, kleine, aber hochwertige Geschenke mit unserem Kanzleilogo, wie aktuell Tischfussballspiele oder Motorraduhren können zu einer weiteren Mandantenbindung führen.

Besonders wichtig ist uns der Umgang mit Mandanten: Während alteingesessenen Kanzleien mit Eichentisch, Krawatte und dunkler Gediegenheit Seriosität, aber vor allem Distanz zum Mandanten aufbauen, sehen wir uns als modernen Dienstleister, bei dem sich Mandanten wohl und geborgen fühlen sollen. Wir haben unsere Kanzlei hell und freundlich eingerichtet und legen ausgesprochen Wert auf ein gutes Betriebsklima, das sich auch auf den Mandanten überträgt. Uns ist ein Qualitätmanagement wichtig. Der Mandant wird auch nach seiner Zufriedenheit gefragt. Und seinen Bedürfnissen passen wir unsere Dienstleistung an.

Herr Nierenz, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Kanzleimarketing.

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