Wie Sie in der Google-Bildersuche gefunden werden
01.05.10
Diese Woche entschied der BGH, dass Google mit der Google-Bildersuche keine Urheberrechte verletzt (BGH, Urteil v. 29.04.2010, I ZR 69/08). Das war fraglich, da Google für den Suchdienst Miniversionen der Bilder in seinem Index speichert und dort bei entsprechenden Suchanfragen ausliefert. Wer auf seinen Webseiten Bilder einbaut und Google nicht von der Indexierung ausschließt (was durch einen noindex-Eintrag im Header oder der robots.txt-Datei möglich ist), muss damit rechnen, bei Google über die Bildersuche gefunden zu werden, so stark vereinfacht die Argumentation des BGH.
Was vielen noch nicht klar ist: Die Google Bildersuche kann ein hervorragender Traffic-Lieferant sein. Wenn Sie bei der Bildersuche hoch gelistet werden, kann Ihnen das je nach Suchbegriff hunderte oder gar tausende von Besuchern pro Monat bringen.
Wer sucht schon in der Bildersuche?
Sie fragen sich, wer schon die Bildersuche nutzt? Wahrscheinlich nicht allzu viele potenzielle Mandanten, da haben Sie wohl recht. Der Traffic kommt aber anders zu stande: Im Rahmen der “Universal Search” blendet Google immer häufiger nicht nur normale Suchtreffer in der Ergebnisliste ein, sondern immer öfter auch Videos, News-Artikel, Shopping-Ergebnisse - oder eben Bilder. Und diese Bilder stammen aus der Google Bildersuche. Wenn Sie nun also mit einem Bild hoch gelistet werden, bekommen ganz normale Google-Nutzer Ihr Bild auch zu sehen. Und da Sie wissen, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte, besteht hier die Chance, zahlreiche weitere Besucher auf Ihre Kanzlei-Homepage zu ziehen.
Wie kommen Sie in der Google Bildersuche nach oben?
Es kann sich also durchaus lohnen, bei der Google Bildersuche gefunden zu werden. Hier gibt es einige Maßnahmen, mit denen Sie das Ranking beeinflussen können. Ähnlich wie bei den normalen Suchtreffern (wie Sie dort nach oben kommen, lernen Sie ja im kostenlosen E-Mail-Kurs) lautet die Devise: Relevanz. Je höher Google die Relevanz Ihrer Seite bzw. eines Bildes auf Ihrer Seite einstuft, desto höher rutschen Sie. Folgende Faktoren sind dabei wichtig:
- Speicherort: Achten Sie darauf, dass das Verzeichnis, in dem die Bilder liegen, nicht durch einen robots.txt oder durch ähnliche Maßnahmen für Suchmaschinen gesperrt ist. Nur was Google findet, kann Google auch indizieren.
- Dateiname: Wenn Sie z.B. für “Anwalt Berlin” in der Bildersuche auftauchen wollen, sollten Sie ein Bild auf Ihrer Website haben, dass z.B. “anwalt-berlin.jpg” heißt.
- ALT-Tag: Sie können (und sollten) jedem Bild einen alternativen Text zuweisen, einen so genannten ALT-Tag. Auch hier sollte der Suchbegriff auftauchen.
- Text: Ebenfalls entscheidend ist der Text rund um das Bild herum. Sorgen Sie also dafür, dass im Absatz vor, neben oder nach dem Bild 1-2 Mal “Anwalt Berlin” oder eine Variation davon auftaucht.
Mit diesen drei Maßnahmen können Sie beeinflussen, ob Ihr Bild bei Google hoch gelistet wird.
Übrigens hängt das Ranking in der Bildersuche auch vom Ranking in den normalen Ergebnissen ab. Wenn Ihre Seite dort schon weit oben steht, haben Sie es leichter, auch in der Bildersuche gut gefunden zu werden.







