Kanzlei-Blog: Wenn Anwälte unter die Blogger gehen

Gesetzesänderungen, Urteile und Anekdoten aus dem Kanzleialltag

Ein Kanzlei-Blog kann dazu dienen, sich von Kollegen und Konkurrenten abzuheben.

Ein Kanzlei-Blog kann dazu dienen, sich von Kollegen und Konkurrenten abzuheben.

Das Online-Marketing bietet grundsätzlich viele Möglichkeiten, um sich von seinen Konkurrenten abzuheben. So können Sie zum Beispiel Ihre Kanzlei-Webseite durch einen Blog ergänzen und mithilfe der dadurch gewonnen Aufmerksamkeit ggf. neue Mandanten akquirieren.

Bei einem Blog handelt es sich laut Definition um ein, auf einer Webseite integriertes Tagebuch oder Journal. In diesem lassen sich die verschiedensten Sachverhalte darlegen oder auch einfach Gedanken niederschreiben. In der Regel erscheinen diese Einträge dabei in Form einer chronologischen Auflistung.

Doch inwieweit kann solch ein digitales Tagebuch Anwälten zu neuen Mandanten verhelfen? Und welche Themen eignen sich für einen solchen Kanzlei-Blog? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Was sollte ein Anwalt bei einem Blog beachten?

Trotz des hektischen Alltags von einem Rechtsanwalt sollte der Blog nicht in Vergessenheit geraten.

Trotz des hektischen Alltags von einem Rechtsanwalt sollte der Blog nicht in Vergessenheit geraten.

Möchten Sie einen Kanzlei-Blog beginnen bzw. betreiben, sollten Sie sich der Tatsache bewusst sein, dass dies mit Arbeit verbunden ist. Denn Blogs leben davon, dass regelmäßig neue Einträge erscheinen. Monatelange Pausen aufgrund von Zeitmangels sind hierbei kontraproduktiv.

Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es daher angebracht, einen Redaktionsplan zu erstellen und das Verfassen von Beiträgen im Kalender zu vermerken. Teilen Sie sich diese Aufgabe ggf. mit Kollegen. Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, die Texte von externen Unternehmen verfassen zu lassen.

Darüber hinaus sollten Sie sich ins Gedächtnis rufen, für welche Zielgruppe Sie die Einträge auf Ihrem Kanzlei-Blog schreiben. Handelt es sich dabei um juristische Laien, gilt es komplizierte Fachausdrücke so gut es geht zu vermeiden. Stattdessen kann ein verständlicher und gleichzeitig kompetenter Ausdruck das Vertrauen möglicher Mandanten gewinnen.

Bei der Erstellung von Einträgen kann es durchaus sinnvoll sein, die Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu beachten. Denn dies kann unter anderem dazu beitragen, dass Ihr Kanzlei-Blog bei den Ergebnissen der Suchmaschinen eine bessere Platzierung erreicht und sich somit positiv auf die Reichtweite auswirken.

Welche Inhalte eignen sich für einen Kanzlei-Blog?

Vielfältige Möglichkeiten: Durch eigene Interessen kann ein Anwalt seinen Blog individuell färben.

Vielfältige Möglichkeiten: Durch eigene Interessen kann ein Anwalt seinen Blog individuell färben.

Betreiben Sie als Rechtsanwalt einen Blog, können Sie nach eigenem Ermessen thematische Schwerpunkte setzen. Eine Auswahl der Themen, die sich klassischerweise für einen Kanzlei-Blog eignen, zeigt die nachfolgende Auflistung:

  • juristische Themen aus Presse, Funk und Fernsehen
  • bevorstehende Neuregelungen und Gesetzesänderungen
  • Urteile und deren Auswirkungen für Ihre Leser
  • anonymisierte Fälle aus dem eigenen Beratungsalltag
  • kuriose Begebenheiten oder Urteile

Unabhängig davon, wie Sie die verschiedenen Arten von Inhalten auf Ihrem Kanzlei-Blog gewichten, sollten Sie darauf achten, dass die Beiträge nicht zu lang werden. Zudem ist es in der Regel nicht notwendig, jeden rechtlichen Aspekt bis ins Detail zu beleuchten, denn viele Leser wollen sich zu einem Thema bloß einen groben Überblick verschaffen. Fragen zum individuellen Einzelfall gilt es dann eh im Zuge eines Beratungstermins zu klären.

Wichtig! Grundsätzlich bietet Ihnen ein Kanzlei-Blog viele Freiheiten. Allerdings sollten Sie dennoch darauf achten, Rechtschreib- oder Grammatikfehler möglichst zu vermeiden. Denn auch dies kann eine Rolle dabei spielen, wie Ihr medialer Außenauftritt von möglichen Mandanten wahrgenommen wird.
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